Das wiedergeborene Kind

Rezension

Das wiedergeborene Kind - Person
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DAS WIEDERGEBORENE KIND

Religionen dienen nach Karl Jaspers als Angst-Quelle und Ursachen von Erkrankungen wie Psychosen, multiplen Persönlichkeitsstörungen (wie Schizophrenie) und Neurosen.

Freitag vor Pfingsten 2010: Julia (55) widerfährt etwas Ungeheuerliches: Ein medizinscher Eingriff katapultiert sie zurück in ihre dunkelste Zeit – und weckt die terrorisierende Stimme in ihrem Kopf, achtzehn Jahre, nachdem Julia die Psychiatrie als gesunder Mensch verlassen durfte. Die Stimme peinigt sie wieder mit quälenden Befehlen, beruft sich dabei auf die Wahrhaftigkeit der Bibel, wie einst Julias religiös fanatischer Vater. Ausgerechnet am Abend dieses Tages steht die fünfjährige Lucia in Julias Wohnung. Der Befehl der Stimme ist eindeutig.

Das wiedergeborene Kind ist ein atemberaubender Roman. Durch die fein gezeichneten Charaktere und die ausgeklügelte Handlung entwickelt die Geschichte von Anfang an eine unwiderstehliche Sogwirkung, die den Leser bis zur letzten Zeile in den Bann schlägt.

„Die Autorin entwickelt die Schicksalsgeschichte der Julia mit großer psychologischer Spannung. Über sein Ende hinaus bewegt der Stoff den Leser. Der Roman packt einen richtig an.“ Renate Naber, WDR 5 Autorin

Martina Siems-Dahle

ist als Journalistin vielen Menschen und Schicksalen begegnet. In ihrem vorliegenden Roman Das wiedergeborene Kind verarbeitet sie einige ihrer ergreifendsten Menschengeschichten. Literarisch verfasst sie zudem Kurzgeschichten und Gedichte nach Art der Poetry Slam Lyrik. Neben ihrem biografischen Roman „Briefe lügen nicht“ hat sie in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. Sie ist verheiratet, hat eine erwachsene Tochter und einen erwachsenen Hund. Die gebürtige Oldenburgerin lebt in Köln.

5/5

Rezension zu “Das wiedergeborene Kind”,
verfasst von S.C. Scarlett

Inhalt:
Erzählt wird die Geschichte von 6 Familien eines Mehrparteienhauses.
Zwei Protagonisten haben schwerwiegende psychologische Probleme, die aus frühester Jugend stammen und in der Geschichte, die im Präsens geschrieben ist, die Handlung bestimmen.

Erzählt wird, was während des „Unglücks“ in den 6 Wohnungen geschieht und trifft auf menschliche Schwächen und Abgründe.

Kritik:
Das Buch beginnt als psychotischer Gesellschaftsroman mit mehr oder weniger sympathischen Menschen. Dieser entwickelt sich zunehmend zu einem äußerst spannenden Thriller, so dass ich, obwohl ich mich nur kurz reinlesen wollte, das Buch verschlungen habe.
Das Buch ist nichts für zarte Seelen. Die Handlungen sind zutiefst erschütternd und zugleich fesselnd. Die Autorin versteht es, so mit Rhetorik umzugehen, dass man mitten im Geschehen ist und zeichnet unglaubliche Bilder im Kopf.

Fazit:
Meines Erachtens ein sehr spannendes Buch (wahrscheinlich das spannendste, was ich in letzter Zeit gelesen habe), dem ich eine unbedingte Leseempfehlung ausspreche!

Krimi Thriller